Naturkosmetik erkennen

Naturkosmetik erkennen leicht gemacht. Leider ist nicht alles Gold, was glänzt. Wir zeigen dir, wie du natürliche Kosmetik sofort erkennst und dich nicht mehr länger an der Nase herumführen lässt. 

INHALTSVERZEICHNIS

Lesedauer: 12 Minuten

Wenn du bei der Auswahl deines Lieblingsshampoos nicht nur auf den Preis achtest, den Werbeversprechen für herkömmliche Kosmetik nicht vertraust oder bei Kosmetikartikeln immer mehr auf ihre Herkunft und Inhaltsstoffe achtest, bist du keine Ausnahme mehr. Naturkosmetik ist aktuell sehr gefragt. 

Hier erfährst du was Naturkosmetik ist und wie du sie erkennen kannst.

Was ist Naturkosmetik?

Die Bezeichnung Naturkosmetik umschreibt Schönheitsprodukte, die vollständig oder teilweise natürliche Zutaten enthalten. Das heißt, dass die darin vorkommenden Substanzen aus natürlichem Anbau stammen und in den Kosmetikprodukten keine oder kaum synthetische Wirkstoffe enthalten sein dürfen.

Verwechsle nicht die Naturkosmetik mit der naturnahen Kosmetik, denn Produkte aus dieser Kategorie bestehen meist aus einem natürlichen Basiswirkstoff, enthalten aber mitunter auch synthetische Stoffe. Sie erfüllen somit nicht die Standards für Naturkosmetik, aber vereinzelte Inhaltsstoffe können eine Bio-Zertifizierung haben. Enthält ein Produkt Olivenöl, kann dies durchaus ein Bio-Olivenöl sein, doch das heißt nicht, dass das ganze Produkt Bio ist.

Was ist der Unterschied zwischen normaler Kosmetik und Naturkosmetik?

Naturkosmetik bekommt dem Körper und der Gesundheit besser als normale Kosmetik und sie schadet der Umwelt außerdem deutlich weniger. Naturkosmetika sind genauso hübsch wie normale Kosmetikprodukte und können sogar wirksamer sein. Ein Pluspunkt ist, dass keine schädlichen Substanzen wie Parabene, Paraffine, Silikone oder Mikroplastik enthalten sind, die in normalen Kosmetikartikeln oft vorkommen.

Die bedeutendsten Inhaltsstoffe in Naturkosmetikprodukten entstammen aus Pflanzen wie Beispielsweise Aloe-Vera. Das sind zum Beispiel Fette, Öle oder Wachse wie Sojaöl, Olivenöl, Bienenwachs, Wollwachs, Kakaobutter oder Sheabutter. Ethanol, also Alkohol, für Parfums oder Deodorants entsteht bei Naturkosmetik mithilfe von Fermentation.

Weiterhin werden Kräuterextrakte, ätherische Duftöle, natürliche Aromastoffe und Blütenextrakte verwendet. Pflanzenzucker bilden Zuckertenside, welche reinigend wirken. Emulgatoren sowie Konservierungsstoffe stammen aus Naturstoffen.

Welche Vorteile haben Naturkosmetikprodukte?

Durch die natürlichen Inhaltsstoffe sind Naturkosmetikprodukte gesundheitlich vorteilhafter als herkömmliche Kosmetikartikel, denn mit ihnen gelangen riskante, sowie umstrittene Substanzen nicht auf und in deinen Körper.

Wenn du Naturkosmetik benutzt, wird es dir die Umwelt danken, da sie so weniger umweltschädlichen Stoffen wie Erdölverbindungen oder Mikroplastik ausgesetzt ist.

Nicht nur die Entsorgung, sondern auch die Produktion von Naturkosmetikprodukten verursacht weniger schädliche Umwelteinflüsse wie normale Kosmetika. Naturkosmetik verzichtet zum Beispiel auf die Verwendung von Palmöl, für dessen Gewinnung Regenwälder gerodet werden.

Verantwortungsvolle Hersteller von Naturkosmetik verzichten außerdem auf Tierversuche. Die meisten Marken bieten zudem vegane Artikel an.

Wer darf sich Naturkosmetik nennen?

Es gibt keine einheitliche Definition, was Naturkosmetik ist. Naturkosmetik erschließen, die mit einer anerkannten Zertifizierung arbeitet, kannst du an den Naturkosmetik Siegeln EcoCert, Natrue sowie BDIH. In diesen Produkten stecken keine künstlichen Rohstoffe, Parabene, Erdölverbindungen, Paraffine sowie künstliche Duft- und Konservierungsstoffe.

Naturkosmetika müssen aus wenigstens 50 Prozent Pflanzenstoffen bestehen. 5 Prozent der Gesamtinhaltsstoffe müssen aus zertifiziertem Bioanbau stammen.

Ist der Begriff Naturkosmetik geschützt?

Frisches Obst und Gemüse auf einer in Grün gehaltenen Verpackung, der Verpackungshinweis „natürliches Kosmetikprodukt“ oder „Bio“ sowie höherer Verkaufspreis suggerieren , dass das Deodorant, die Gesichtscreme oder die Seife sehr unbedenkliche und umweltfreundliche Produkte sind.

Das kann möglich sein oder nicht. Bezeichnungen wie „Naturkosmetik“, „Biokosmetik“ oder „Pflanzenkosmetik“ unterliegen in Deutschland keinem gesetzlichen Schutz. Somit darf jeder Kosmetikhersteller derartige Namen verwenden, auch wenn ein Produkt gesundheitsbedenkliche, umweltbelastende oder riskante Stoffe enthält. Die Produzenten können ihre Produkte somit „grünwaschen“, was manche auch gern anwenden.

Sogar Zusätze wie „besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen“ sind gestattet. Ein cleveres Marketing verstärkt die Annahme, dass ein bestimmtes Produkt richtige Naturkosmetik ist, doch letztendlich ist es vielleicht nur ein naturnahes Kosmetikprodukt. Immer wieder fallen in Produkttest negative Ergebnisse auf.

Auffällig ist bei solchen Produkten mit Grünanstrich der Hinweis auf diverse natürliche Inhaltsstoffe. Diese Werbung soll darüber hinwegtäuschen, welcher große Anteil an künstlichen Stoffen darin enthalten ist. Auch der Hinweis „frei von“ bestimmten umstrittenen Inhaltsstoffen wie Aluminium, Silikonen, Sulfaten, Formaldehyd oder Konservierungsstoffen ist ein Hinwegtäuschen über andere problematische Inhaltsstoffe, für die jedoch kein Hinweis erfolgt.

Sogar einfaches Wasser kann als natürlicher Inhaltsstoff beworben werden. Somit enthalten zahlreiche Flüssigkosmetika ganz leicht mehr als 90 % natürliche Wirkstoffe. Dieser Wortlaut findet sich auf den Verpackung des jeweiligen Produkts wieder.

Wie erkenne ich Naturkosmetikprodukte?

Schaue nicht allzu sehr auf die Verpackungshinweise und nimm die Werbeversprechen der Produkte nicht zu ernst. Richtige Naturkosmetik kannst du ausschließlich an ihren Inhaltsstoffen erkennen.

Achte dabei auf glaubwürdige Siegel. Mit Natrue, BDIH oder EcoCert machst du nichts falsch.

Was bedeutet zertifizierte Naturkosmetik?

Der Markt an Naturkosmetikherstellern ist mittlerweile sehr groß. So ist es schwierig, sie alle genau zu überblicken. Was bedeutet denn ein Zertifikat für Naturkosmetik? Was ist Biokosmetik? In Deutschland existiert keine allgemeingültige Definition für Naturkosmetik. Daher kann sich eigentlich jeder Kosmetikhersteller als öko oder natürlich bezeichnen.

Um festzustellen, welche Artikel tatsächlich natürlich sind, kannst du dich an Siegeln für Naturkosmetik orientieren, denn sie zeichnen zertifizierte Naturkosmetikprodukte aus.

Allerdings gibt es einige Kennzeichnungen, die auf verschiedenen Richtlinien beruhen. Damit du einen guten Überblick bekommst, folgen hier Informationen über die bekanntesten Naturkosmetiksiegel.

Die verschiedenen Naturkosmetik- Siegel

Wie kannst du echte Naturkosmetik identifizieren und von vermeintlichen natürlichen Kosmetika unterscheiden? Das ist nicht immer so einfach. Eine gute Naturkosmetik ist erst dann vertrauenswürdig, wenn diese eine Zertifizierung erhält. Glaubwürdige Naturkosmetik- Zertifikate und Naturkosmetik-Siegel sind die geeignetste Option, um gleich beim Händler zu ermitteln, ob das gewünschte Produkt eventuell unerwünschte oder schädliche Substanzen enthält.

Ein Problem besteht allerdings, denn es gibt eine Vielzahl von Siegeln. In Europa sind es knapp ein volles Dutzend. Kunden verlieren hier schnell den Überblick.

Fehlt jedoch ein Siegel, besteht keine Gewähr, dass die Produkte frei von Mikroplastik, Silikonen, Parabenen, Erdölverbindungen, sowie weiteren risikoreichen Inhaltsstoffen sind. Diese Stoffe kommen nach wie vor in vielen kosmetischen Produkten vor. Auch vermeintlich grüne Kosmetika enthält mitunter schlechte Substanzen, was man als greenwashing bezeichnet. Auch Verbraucherzentralen fanden bereits Flüssigkunststoffe sowie chemische Verbindungen in sogenannten Naturkosmetika.

Die anerkannten Siegel schaffen hier Vertrauen. Meistens sind die Zertifikate von EcoCert, Natrue, BDIH, sowie Cosmos auf den Naturkosmetikprodukten zu finden. Diese haben verhältnismäßig strenge Vergabekriterien und sind vertrauenswürdig. Auch Naturland, Demeter, Icada und NCS sind vertrauenswürdig.

Natrue

Sehr verbreitet ist das Zertifikat von Natrue. Dieses findest du zum Beispiel auf zahlreichen Produkten von Alverde (dm), Terra Naturi (Drogeriemarkt Müller), und Alterra (Rossmann).

Bei Natrue handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation, die seit dem Jahr 2008 international tätig ist. Ihr gehören zum Großteil Naturkosmetikhersteller an. Derzeit sind international mehr als 6.000 Kosmetikartikel mit dem Siegel von Natrue zertifiziert, das für echte Naturkosmetika steht. Ein sehr umfangreicher Katalog mit Kriterien legt die erlaubten Inhaltsstoffe fest und wie ihre Verarbeitung erfolgen darf. Verboten sind zum Beispiel Erdölprodukte, Tierversuche und Silikonöle.

Natrue vergibt die Zertifikate in 3 verschiedenen Stufen mit unterschiedlich hohen Ansprüchen. Die Stufe eines Produktes siehst du allerdings nicht auf den Verpackungen. Die Webseite von Natrue verrät dir die Stufe eines Produktes. Die 3 Stufen heißen Naturkosmetik, Bio-Kosmetik und Naturkosmetik samt Bio-Anteil. Diese bauen aufeinander auf.

(Siegel: © NATRUE)

Cosmos

Den Standard Cosmos gibt es seit dem Jahr 2017. Dieser soll den Durchblick im Siegel-Wald Europas erleichtern. Comos gehören 5 Gründerorganisationen aus Europa an. Darunter sind EcoCert aus Frankreich und BDIH aus Deutschland.

Diese Angelegenheit wird verkompliziert, weil zurzeit Kosmetikprodukte nach dem vorherigen Standard und nach dem neuen im Handel verfügbar sind. Produkte die vor dem Jahr 2017 entwickelt wurden, brauchten die Kriterien von Cosmos nicht erfüllen und sind noch mit den Logos von EcoCert beziehungsweise BDIH gekennzeichnet. Erst die ab dem Jahr 2017 entwickelten Produkte entsprechen den Kriterien von Cosmos. Sie tragen außer den Logos von EcoCert oder BDIH auch die Signatur von Cosmos. Cosmos Natural steht für Naturkometika ohne Bioanteil und Cosmos Organic bezeichnet Bio-Kosmetik, die wenigstens aus 95 Prozent biologisch angebauten Rohstoffen bestehen sollte.

Manche Punkte der Kriterien von Cosmos sind weniger streng als die der Gründungsmitglieder, andere sind aber strenger, zum Beispiel die Ökologiekriterien. Cosmos prüft sämtliche verwendete Rohstoffe auf Giftigkeit für das Wasser, Palmöl sowie Palmölprodukte haben eine Verpflichtung zum Besitz eines Zertfikates zum Regenwaldschutz.

(© COSMOS / BDIH)

CSE

CSE steht für Certified Sustainable Economics. Bei diesem Siegel ist genaues Hinsehen sinnvoll, denn CSE erfordert lediglich, dass wenigstens 75 % aller vom Unternehmen hergestellten Produkte den CSE-Richtlinien entsprechen. Diese sind mit den Kriterien der Siegel Natrue und weiteren vergleichbar.

Die Inhaltsstoffkriterien sind zwar unzureichend, aber es gibt in anderen Punkten strenge Anforderungen, nämlich bezüglich der Fairness des Unternehmens und der Nachhaltigkeit.

(Siegel: CSE / GfaW)

Noch mehr Naturkosmetik-Siegel

Es gibt noch einige weitere Zertifizierungen für Naturkosmetik. Diese setzen alle verschiedene Schwerpunkte. So bestätigen sie zum Beispiel, dass die verwendeten Inhaltsstoffe aus fairem Handel stammen oder die Produkte für Veganer geeignet sind. Es gibt mehr als 30 solcher Siegel, wobei nicht jedes von ihnen empfehlenswert ist. Bei dem ein oder anderen Siegel besteht durchaus Nachholbedarf.

Sei vor allem vorsichtig, wenn gar kein Zertifikat auf einem Produkt vorhanden ist, denn hier bekommst du sehr wahrscheinlich kein echtes Naturkosmetikprodukt. Bei einer jungen und kleinen Marke kannst du auch mal ein Auge zudrücken. Vielleicht kann sich das junge Unternehmen noch kein Siegel eines seriösen und altbekannten Naturkosmetik-Standards leisten. Solch eine Zertifizierung ist mit hohen Kosten verbunden. Schau in solchen Fällen genau nach den Inhaltsstoffen, um echte Naturkosmetik identifizieren zu können.

Eine Frau am Wasser, die ein Buch liest

Desweiteren gibt es die Auszeichnungen Icada, Demeter oder Naturland. Veganer sollten auf entsprechende Logos, zum Beispiel das der Vegan Society, achten.

Was haben Natrue, EcoCert und BDIH gemeinsam?

Bei diesen 3 Zertifizierungen kannst du sicher sein, dass alle eingesetzten Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind. Sie können mineralisch, pflanzlich oder tierisch sein.

Zum Einsatz kommen zum Beispiel Pflanzenöle, ätherische Duftöle, Kräuterauszüge, Woll- oder Bienenwachs oder Erd- und Pflanzenfarben. Verboten sind künstliche Farb- und Duftstoffe, Silikone oder Paraffine. Das Gleiche trifft auch auf festes oder flüssiges Mikroplastik zu, das noch immer in zahlreichen normalen Kosmetikprodukten zu finden ist. Es verursacht eine große Gewässer- und Umweltbelastung.

Zertifizierte Naturkosmetik-Liste

In dieser Naturkosmetik-Liste findest du Antworten auf die Frage: Welche Naturkosmetik Marken sind zertifiziert? Du findest einige Hersteller von Naturkosmetik und ihre Qualitätssiegel. Diese Naturkosmetik-Liste beinhaltet außer den Naturkosmetikherstellern mit Zertifizierung auch welche, die die Naturkosmetikstandards einhalten, aber nicht unbedingt Wert auf ein Naturkosmetik-Siegel legen.

Aliqua

Die Drogeriekette Budni brachte im Jahr 2009 ihre Eigenmarke Aliqua heraus. Die mittlerweile 80 Artikel der Marke tragen eine Natrue-Zertifizierung und zum größten Teil das Vegan Society-Label.

Alverde

Alverde ist die Naturkosmetik-Eigenmarke der Drogeriekette dm. Sie hat eine Natrue-Zertifizierung und bietet fast 360 Artikel, davon die meisten vegan, an. Alverde ist Deutschlands beliebteste Naturkosmetikmarke.

Alterra

Rossmann hat im Jahr 2000 seine Naturkosmetik-Eigenmarke Alterra gestartet. Inzwischen gibt es hier über 170 Artikel, die eine Natrue-Zertifizierung tragen. Der Großteil ist vegan.

Angel Minerals

Karin Hunkel, Autorin und Farbberaterin, gründete Angel Minerals im Jahr 2012. Im Mittelpunkt steht ein Naturmake-up aus einem reinen Mineralpuder. Daneben gibt es auch Rouge, Foundation, Lippenstifte, Concealer, Lidschatten, Kosmetikpinsel sowie Mascara.

Karin Hunkel, Autorin und Farbberaterin, gründete Angel Minerals im Jahr 2012. Im Mittelpunkt steht ein Naturmake-up aus einem reinen Mineralpuder. Daneben gibt es auch Rouge, Foundation, Lippenstifte, Concealer, Lidschatten, Kosmetikpinsel sowie Mascara.

Annemarie Börlind

Die fast 250 Artikel von Annemarie Börlind Natural Beauty enthalten keine Parabene, Tierextrakte, künstliche Farbstoffe, Silikone und Erdölderivate.

Das gesamte Unternehmen und die hergestellten Produkte tragen die Zertifizierung von CSE. Es sind jedoch ein paar Substanzen erlaubt, die Natrue oder BDIH nicht gestatten. Beispiele sind Phenoxyethanol sowie künstliche UV-Filter. Das ist der Grund, warum einige Produkte von Annemarie Börlind zertifiziert sind und manche nicht.

Benecos

In der dekorativen Kosmetik von Benecos gibt es eine Farbauswahl,die sehr natürlich wirkt. Die fast 90 Artikel bestehen meist aus dekorativer Kosmetik und ein paar Pflegeprodukten. Außer den Nagellacken sind alle Artikel von BDIH zertifiziert.

Biosolis

Biosolis bietet ausschließlich Sonnenschutzprodukte an. Die Marke aus Belgien brachte erstmals eine Bio-Sonnenschutz-Linie für Kinder und Erwachsene heraus, die komplett zertifiziert wurde. Enthalten sind nur Pflanzenöle und absolut natürliche Mineralstoffe. Die Verpackungen sind umweltverträglich und können wiederverwertet werden. Auf Nanotechnologie wird verzichtet.

EcoCert zeichnete das Sortiment aus Sonnencremes, Sonnensprays, Sonnenlotionen sowie Sonnenfluids aus.

Cattier

Im Jahr 1968 fing Pierre Cattier mit der Zubereitung einsatzfertiger Heilerdenpasten an, die seine Ehefrau verkaufte. Heilerde steht auch heute im Mittelpunkt der französischen Produkte.

Dabei sind Gesichtsmasken, Gesichtspeelings, Zahnpflege-, Handpflege-, Körperpflege-, Gesichtspflege- und Handpflegeprodukte. Sie alle sind von EcoCert und Cosmébio zertifiziert.

CMD Naturkosmetik

Das Unternehmen CMD Naturkosmetik geht achtsam mit sämtlichen Ressourcen um. Natürliche Substanzen in den Produkten und nachhaltiges Arbeiten sind ihm sehr wichtig. Die Herstellung erfolgt in Deutschland und das Unternehmen pflegt mit Lieferanten und Mitarbeitern gute Beziehungen. Auf überflüssiges Verpackungsmaterial verzichtet CMD Naturkosmetik, was ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Marke ist. Die zertifizierte Naturkosmetikmarke hält sich bezüglich der Produktion an die Richtlinie von Icada.

Dr. Hauschka

Die Naturkosmetik-Produkte von Dr. Hauschka trägt die Zertifizierung von Natrue. Dieses zeichnet Naturkosmetik mit einem mindestens 70 %-Bio-Anteil von Bio-Zutaten sowie Bio-Kosmetik mit mindestens 95% mit den Bio-Zutaten aus. Die Anteile sind bei den jeweiligen Produkten verschieden hoch, doch ihre Qualität ist stets gleichbleibend gut.

Farfalla

Farfalla legt sein Hauptaugenmerk auf ätherische Duftöle, die naturrein sind. Dabei sind Duftöle, Raumdüfte, Haar- und Gesichtspflegeprodukte, Parfums, Badezusätue sowie Körperöle. Alle Rohstoffe kommen von weltweiten Lieferanten, mit denen Farfalla schon viele Jahre zusammenarbeitet. Die meisten Substanzen sind aus kontrolliertem Bio-Anbau, Wildsammlung oder Demeter-Anbau.

Alle Artikel sind von Natrue zertifiziert und seit 2010 vegan. Das ganze Unternehmen ist gemäß CSE als nachhaltig zertifiziert.

i+m Naturkosmetik

1978 war ein Lebensstil im ökologischen Sinne eher eine Ausnahme. Inge Stamm gründete im gleichen Jahr
das Unternehmen i+m Naturkosmetik, das Naturkosmetik-Hautpflegeprodukte herstellte, die einen Gegenentwurf zur damals angesagten Kosmetik bildeten. Sie verwendete natürliche Inhaltsstoffe und keine Umverpackungen. Seit dem Jahr 2000 produziert i+m nur vegane Naturkosmetikprodukte.

Die Firma unterstützt viele weltweite Fairtrade-Projekte. Die Haar- und Hautpflegeprodukte sind vollständig von Cosmos Organic zertifiziert und tragen das Vegan Society-Label.

Khadi Haarpflege

Khadi steht für biologisch produzierte natürliche Stoffe sowie Kosmetika aus den ländlichen indischen Gegenden.

Das Kosmetiksortiment ist vom Ayurveda geprägt und setzt seinen Fokus auf Haarpflegeprodukte, Haarfarben und Seifen. Es gibt auch Produkte für die Körper- und Gesichtspflege. Alle Produkte, außer ein paar Shampoos und Seifen sind von BDIH zertifiziert.

Lavera

Das Lavera-Sortiment umfasst ungefähr 280 Artikel. Darunter sind Anti-Aging-Produkte, Produkte für die Haar-, Gesichts-, Körper- und Zahnpflege. Sie alle bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Außer ein paar Haarpflegeprodukte, sind alle weiteren Artikel von Natrue zertifiziert. Die meisten Produkte sind zusätzlich vegan.

Logona

Die Artikelbandbreite von Logona besteht mittlerweile aus über 300 Produkten. Sie tragen die Siegel von Natrue oder BDIH.

Martina Gebhardt

Die Kosmetikrezepturen bestehen aus Kräuterauszügen, wertvollen Pflanzenölen sowie ätherischen Duftölen. Tenside, künstliche Emulgatoren und isolierte Pflanzenwirkstoffe kommen nicht zum Einsatz.

Das Unternehmen kauft sämtliche Inhaltsstoffe eigenhändig ein und mischt sie selbst. Das war früher üblich, aber ist heute auch bei Herstellern von Naturkosmetik selten. Die Kosmetiklinie von Martina Gebhardt besteht aus 140 Artikeln, die alle eine Demeter-Zertifizierung bekamen.

Primavera

Primavera hat sich seit Unternehmenseröffnung der Aromatherapie verschrieben und vertreibt 180 unterschiedliche ätherische Duftöle. Das Produktportfolio wird durch Roll-ons und Raumsprays ergänzt. Im Rahmen der Naturkosmetika spielen die Duftöle eine tragende Rolle. Sie bestehen aus Nachtkerzen- oder Mandelöl als Trägeröl.

Die meisten der ätherischen Duftöle sind aus bio-dynamischem Anbau. Seit Anfang des Jahres 2017 gibt es auch ein paar Produkte mit Demeter-Auszeichnung. Alle Narurkosmetika tragen das Natrue-Siegel.

Radico

Bei Radico glaubt man daran, dass sämtliche Handlungen im aktuellen oder in einem anderen Leben Auswirkungen haben, was als Karma bekannt ist. Das Unternehmen mit indisch-amerikanischen Wurzeln wurde 1992 gegründet und vertreibt seine pflanzlichen Haarfarben auch in Deutschland.

Die Haarfarben basieren ausschließlich auf verschiedenen Kräutern und benötigen heißes Wasser zum Anmischen. Die Farbpalette unfasst 23 Nuancen, die mit dem Siegel von EcoCert ausgezeichnet sind.

Santé

Alle Santé-Produkte entsprechen den Kriterien der zertifizierten Naturkosmetik. Sie sind nach den Standards von Natrue und BDIH zertifiziert. Santé verwendet demnach ausschließlich Rohstoffe pflanzlichen Usrprungs und verzichtet auf Tierversuche. Das Unternehmen verwendet keine künstlichen Duft- und Farbstoffe, keine Paraffine und Silikone. Die meisten Produkte sind vegan.

Speick

Im Sortiment von Speick befinden sich fast 120 Produkte, darunter Cremes. Lotionen, Deos, eine Gesichtspflegeserie und eine Pflegeserie für Herren. Sämtliche Produkte von Speick wurden von BDIH sowie Cosmos zertifiziert.

Styx Naturkosmetik

In den von EcoCert geprüften und veganen Produkten zur Reinigung und Pflege des Körpers sind beispielsweise Kokos, Ylang Ylang, Granatapfel, Vanille oder sogar Kartoffelextrakt enthalten.

Weleda

Weleda hat derzeit rund 120 Kosmetikartikel im Sortiment. Dabei sind die Produktserien mir Iris, Mandel, Granatapfel, Wildrose, Nachtkerze und Malve. Dazu kommen Deos, Duschgele, Körperlotionen, Pflegeprosukte für Mütter und Kinder, Männerprodukte sowie Haar- und Zahnpflegeprodukte. Alle Weleda-Erzeugnisse tragen das Natrue-Zertifikat.

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Du lernst, wie du deine Organe und deinen Hormonhaushalt unterstützen kannst, um eine schöne Haut zu fördern, und erfährst, welche Rolle die Ernährung spielt, einschließlich der schädlichsten Nahrungsmittel für deine Haut. 

Außerdem bekommst du Tipps zur Hautpflege und zum Aufbau eines positiven Mindsets, um die natürliche Schönheit deiner Haut zu bewahren.

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Häufig gestellte Fragen zur Naturkosmetik

Zu Naturkosmetik werden immer wieder Fragen gestellt. Auf die wichtigsten findest du hier eine Antwort.

Ist Naturkosmetik auch gleich vegan?

Naturkosmetik ist nicht gleich vegan. Achte deshalb stets auf diesbezügliche Hinweise, wenn du vegan lebst.

Mit dem gelben Vegan-Siegel stehst du auf der sicheren Seite und kannst leicht vegane Naturkosmetik erkennen, denn in diesen so gekennzeichneten Produkten stecken keine tierischen Inhaltsstoffe. Das gelbe V-Label schließt außerdem Gentechnik sowie Tierversuche konsequent aus. Dieses Symbol wurde durch die Europäischen Vegetarier Union samt ihrer Mitgliedsorganisationen entwickelt und aufgebaut.

Ist Naturkosmetik nachhaltig?

Ist Naturkosmetik besser für die Umwelt? Wenn du Naturkosmetik benutzt, kommt dies unserer Umwelt zugute, denn dadurch nimmt sie viel weniger Schadstoffe wie Erdölverbindungen oder Mikroplastik auf.

Auch die Produktion und die Entsorgung sind weniger umweltbelastend als herkömmliche Produkte. Auch die Tierwelt profitiert, da ihr Lebensraum, zum Beispiel der Regenwald, nicht für Palmöl gerodet wird. Demzufolge kann Naturkosmetik als nachhaltig bezeichnet werden.

Ist Naturkosmetik teuer?

Naturkosmetik ist nicht unbedingt teurer als herkömmliche Kosmetik. Natürlich kosten manche Naturkosmetik-Marken mehr als andere, aber mittlerweile gibt es in Drogerien Naturkosmetik für den kleineren Geldbeutel.

Fazit: Naturkosmetik erkennen

Naturkosmetik erkennen ist nicht immer einfach, doch wenn du dir ausreichend Zeit für das Studieren der Inhaltsstoffe nimmst und auch auf die Zertifizierung schaust, wirst du leichter gute Produkte von denen unterscheiden können, die nicht deinen Vorstellungen entsprechen. Naturkosmetik ist kein geschützter Begriff, daher sei bei der Auswahl deiner Produkte besonders achtsam.

Viele der aufgeführten Naturkosmetik-Marken auf der Liste verwenden ausschließlich natürliche Substanzen in ihren Produkten, was nachhaltig und umweltfreundlich ist, denn die Abfälle bei ihrer Entsorgung belasten die Seen, Flüsse und Meere weniger. Viele Hersteller achten auch auf umweltfreundliche und recyclingfähige Verpackungen. Einige vermeiden Umverpackungen, wodurch weniger Verpackungsmüll entsteht. Natürlich sind die Natur-Substanzen viel verträglicher für die Haut. Allergische Reaktionen auf chemische Zusätze lassen sich so reduzieren oder verschwinden sogar ganz. Diese Kriterien helfen dir sehr beim Erkennen von Naturkosmetik.

Angenehm ist, dass du für Naturkosmetik kein Vermögen ausgeben musst, denn bekannte Drogeriemärkte haben bereits vor Jahren ihre eigenen Naturkosmetik-Marken herausgebracht, die für Verbraucher sehr erschwinglich sind.

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